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View Full Version : Different view on training methods


Duncan Idaho
08 Apr 2006, 05:38 PM
Trainingslehre

Niemals ohne Ball

Die Fußballer des FC Barcelona verzichten auf Dauerläufe und Krafttraining - und sind doch die Fittesten in der Branche.
Von Ronald Reng

Auf den ersten Blick ist es nicht zu erkennen, dass der Mann an Ronaldinhos Seite die Fitness des berühmtesten Fußballers der Welt verbessert. Sie traben gemeinsam um den Trainingsplatz des FC Barcelona, und Ronaldinho muss fast ins Schritttempo fallen, sonst würde der Mann an seiner Seite nicht mitkommen. Er hat eine steife Hüfte. Das ist Francisco Seirullo, Mittfünfziger, der Fitnesstrainer des spanischen Meisters. Er revolutioniert die Trainingslehre des Profifußballs.

Es geht auf der Runde nur darum zu sehen, ob der schmerzende Fuß Ronaldinho trägt, da kann Seirullo mitkommen, auch wenn das Joggen zum schnelleren Spaziergang wird. Aber egal, denn Laufen ist in Barcelona grundsätzlich nicht angesagt. Das längste, was sie im Jahr rennen, sind drei Minuten; Tempoläufe in der Vorbereitung. Während der Saison absolvieren sie ohne Ball allenfalls Sprints. Es macht nicht mehr als fünf Prozent des Trainings aus.

Niemand spielt intensiveres Pressing

Ohne eine einzige Dauerlaufeinheit, ohne ein einziges Training im Kraftraum formt Seirullo Barça zur bestaunten Elf einer Epoche. Am Mittwoch zum Champions-League-Viertelfinale gegen Benfica Lissabon wird wieder die halbe Welt den Fernseher einschalten, voller Vorfreude auf den Zauber-Fußball dieser Elf. Im Bann der Eleganz von Ronaldinho, Deco und ihrer Begleitband wird leicht übersehen, dass dies auch eine der physisch stärksten Mannschaften ist. Weder Juventus Turin noch Bayern München raubt dem Gegner öfters den Ball. Niemand spielt ein intensiveres Pressing.

Viele Wege führen zum Ziel, und es soll deshalb auch nicht der Anspruch erhoben werden, Barças Training sei das einzige Wahre. Aber gerade in einer Zeit, in der Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit seinen vermeintlich neuen Ideen aus Amerika Deutschland aufgeschreckt hat, sollte die Bundesliga aufmerken, dass die interessanteste Elf der Gegenwart Klinsmanns Vorstellung vom Tempotraining noch viel radikaler umsetzt. Barças Fitnesstraining steht im Gegensatz zu dem, was Trainer Magath bei Bayern München macht und in der Bundesliga als Maßstab gilt. Magath schickt sein Team Berge hinauf, Kondition wird gebolzt. Barças Spieler merken nicht, wenn sie die Physis trainieren, so sehr hat Seirullo die Fitnessschulung ins Balltraining integriert.

Dies ist das erste Mal, dass Seirullo "unser Betriebsgeheimnis" preisgibt. Doch darf er im weiteren nicht zitiert werden, das war die Bedingung von Barças Pressebüro. Sie hatten Angst, in der überdrehten Welt des Profifußballs könne der Eindruck entstehen, Seirullo und nicht Trainer Frank Rijkaard bestimme die Trainingsinhalte. Seirullo lächelt. Er hat noch nie mit einem Trainer so gut im Team gearbeitet wie mit Rijkaard. Dann beginnt er zu erklären.

Allgemein gilt Fußball als Ausdauersport, weil die Spieler 90 Minuten lang rennen müssen. Seirullo hält Fußball für einen Sprintsport. Die Spieler rennen nie länger als ein paar Sekunden am Stück. Fußball ist antreten, abbremsen, ausweichen, sich abrupt drehen, alles mit dem Ball am Fuß. Dann müsse man auch genau das trainieren, fand Seirullo, Professor an der Sporthochschule INEFC. Zunächst wendete er sein Konzept bei Barças Handballern an; sie gewannen damit zwischen 1995 und 2000 jedes Jahr Champions League und nationale Liga.

Fangen statt warmlaufen

Selbst aufs Warmlaufen verzichtet er komplett. Stattdessen spielen sie schon mal eine Art Fangen, da wird gleich das schnelle Reagieren und Denken mit angeregt. Seirullos Patent jedoch sind die Parcours. Barça verbringt gut die Hälfte der Trainingszeit damit. Zum Beispiel beginnt ein Spieler an der Mittellinie mit einem Pass nach außen. Dann fliegt er über vier niedrige Hürden, kriegt den Ball zurück, sprintet damit um Slalomstangen, und so weiter, bis er zum Torschuss kommt. Seirullo hat davon unzählige, raffinierteste Varianten entwickelt. So trainieren die Spieler gleichzeitig Schnellkraft, Ballbeherrschung auf Höchsttempo, anaerobe Ausdauer - und das Beste ist, sie merken es nicht einmal: Ballverliebt wie Fußballer sind, denken sie nur an den Pass, den Torschuss.

Zudem ist die Erholungszeit nach solchen schnellen Belastungen viel kürzer als bei der herkömmlichen Ausdauerarbeit. Während Magath deshalb klagt, bei drei Spielen pro Woche bleibe keine Zeit für ordentliches Training, trainiert Barça weiter: Passen, springen, Zweikampf, Slalom. "Nicht so schnell, das kann ich gar nicht aufzeichnen!", japste Lars Leese, ein junger deutscher Trainer, als er unlängst beim Praktikum bei Barça mitzuschreiben versuchte. Er trainiert einen Fünftligisten - und war neben Kosta Runjaic, dem Assistenztrainer von Kaiserslauterns Reserve, der einzige deutsche Trainer, der in den jüngsten zwei Jahren zum Lernen nach Barcelona kam. Was sagt das über die deutschen Trainer? Als Leese japste, lächelte sein Mitpraktikant Claudio Ranieri. Der hat Chelsea und Valencia trainiert - und hatte gut lächeln. Er hatte einen Privatsekretär dabei, der das Aufzeichnen erledigte.

Teams, die ihre Fitness aus klassischem Lauf- und Krafttraining ziehen, hielten mit Barça nur 25 Minuten in der ersten und 15 in der zweiten Hälfte mit, sagt Seirullo, ehe er sich auf den Weg macht. Draußen auf dem Platz steht immer noch Ronaldinho mit Deco. Das kann ihnen kein Fitnesstrainer beibringen, das kommt von innen: die Freude am Spiel. 40 Minuten nach Trainingsende bolzen sie noch immer aufs Tor, nun - einfach weil Ronaldinho auf die Idee kam - barfuß.

This is an article form the Süddeutsche Zeitung published on the 5.4.2006, those of you capable of german may read, others may use some translation tools. But if there's the desire I can translate essential parts or sum up the major facts of the article. I will post a comment on this article in the next days and you are free to do so, too. I just wanted to share this - in my opinion quite interesitng article - with you. ;)

baka_tenshi
08 Apr 2006, 09:57 PM
Looks like a good article.
Translation pleasee......
Translation tools are not good.

AlexL89
09 Apr 2006, 09:17 AM
interesting...

maybe thats the reason van bommel wants to stay in barcelona: the training's more fun...;)

surprising though that no other teams use this method (if some do, which ones?). i'm pretty sure that many coaches will use this method in the future, say in 10-20 years maximum

aloisius
10 May 2006, 10:10 AM
Great article. But I don’t think the method is that revolutionary.

My coach at u-16 and u-18 level of a Croatian 3. Division club trained us in a quite similar way. Always with the ball, a lot of sprints and quick changes of direction and almost no long runs.


What does fangen mean in this context? Some kind of a catching game?

BMike86
11 May 2006, 11:45 AM
what does this article mean? roughly in english

Duncan Idaho
11 May 2006, 12:43 PM
Damn, I really forgot this thread :eek:

Matschr
12 May 2006, 08:26 AM
Very short form of the article: Barca trains always with the ball and not like for exemple Bayern where the players have to run to the top of mountains, ...

I like this, i also ever wanted to play instead of running without a ball. If Bayern München whould do the same the matches would be much better.

BMike86
12 May 2006, 10:11 AM
Very short form of the article: Barca trains always with the ball and not like for exemple Bayern where the players have to run to the top of mountains, ...

I like this, i also ever wanted to play instead of running without a ball. If Bayern München whould do the same the matches would be much better.

thank you for briefly translating it for me. i was to lazy to try and look it up since i only know a little german. I think that is the cause of our ugly football. If we practiced more with a ball then atleast we would be able to be better handlers of it once we are on the pitch. What good did running in the mountains do for Schweinsteiger? He is our most promising player for the future for right now, and he can't even last a full 90. Of course something needs to be done about that but if we practiced more with a ball then youd get much better results with pretty football. sometimes i wonder why they pay coaches or trainers the money they do.

Dead Fingers
12 May 2006, 10:38 AM
Get Piggy up that mountain a couple more times. :)